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- Fahrgestell: MB 1124
Automatic - Aufbauhersteller: Schlingmann - Motor und Antrieb: 177
KW (240 PS), - Besatzung: 1/8 - 1600 Liter Wassertank |
Der Fuhrpark der Freiwilligen aus Lichtendorf
besteht derzeitig aus 2 Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller und
unterschiedlicher Normen. Es handelt sich dabei um 2 Löschfahrzeuge der
Normbezeichnungen LF 16/12 und LF 16-TS. Beide Fahrzeuge erfüllen bestimmte
Aufgaben und sind für bestimmte Zwecke ausgerüstet. Sie können jedoch unabhängig
von einander und vollkommen autark zur Brandbekämpfung eingesetzt werden.
Das in Lichtendorf eingesetzte LF 16/12
zählt zu der Gruppe der so genannten Löschgruppenfahrzeuge. Kabine und
Fahrgestell stammen hier von Mercedes-Benz, der Geräteaufbau ist von der Firma
Schlingmann. Die Normbezeichnung LF 16/12 beschreibt dabei die Zugehörigkeit zu
der genannten Fahrzeuggruppe, sowie die Nennförderleistung der Pumpe und den
Inhalt des Wassertanks. Die im Fahrzeugheck verbaute Pumpe kann hier eine
Wassermenge von 1600 l/min bei 8 bar Ausgangsdruck fördern. Das Fassungsvermögen
des im Heck verbauten Wassertanks beträgt nach Norm mindestens 1200l, häufig ist
jedoch ein 1600l Tank verbaut (so auch bei uns). Neben dem Löschwasser stehen
noch unterschiedliche Feuerlöscher, als auch zumischbarer Löschschaum in
Kanistern zur Brandbekämpfung zur Verfügung. Aufgrund seiner Ausstattung ist das
LF 16/12 das Fahrzeug, welches zu Einsätzen als erstes ausrückt.
Schnellangriff
Der Schnellangriff ist ein gummierter, auf einer Haspel aufgerollter
formstabiler Schlauch, der fest mit dem Fahrzeugtank und der Pumpe verbunden und
somit binnen Sekunden einsatzbereit ist. Dieser wird häufig bei Pkw- und
Containerbränden eingesetzt.
Mobiler Wasserwerfer
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| Schere und Spreizer von Weber Hydraulik |
Schaumrohre
und -zumischer zur Produktion von Löschschaum. Kommen oft bei
Pkw-Bränden oder brennenden Flüssigkeiten zum Einsatz. Hierbei sollen
Flüssigkeiten mit einem Schaumteppich abgedeckt und somit die Flammen vom
benötigtem Sauerstoff getrennt und erstickt werden.
A-Saugschläuche
Bei den so genannten Saugschläuchen der Größe A handelt es sich um
Schläuche, die durch ihre starre Beschaffenheit dazu geeignet sind, große
Wassermengen aus offenen Gewässern, wie Kanälen, Flüssen und Seen mit der
Fahrzeugpumpe anzusaugen.
6 Pressluftatmer
Pressluftatmer sind mit unter Druck befüllter Atemluft gefüllte
Atemschutzgeräte. In Verbindung mit den Atemschutzmasken bilden sie ein
geschlossenes System und liefern dem Angriffstrupp frischen Sauerstoff und
schützen so vor giftigen Brandgasen oder sonstigen gefährliche Atemgiften.
Gas-Messgeräte
Wir verfügen über ein Ex-Messgerät zur Überprüfung der Ungebungsluft auf ein
explosionsfähiges Gasgemisch und über einen Messkoffer zum Nachweis
verschiedenster Gase.
Hochleistungslüfter
Ausfahrbarer und mobiler Lichtmast
Stromgenerator
Rettungssatz
Der Rettungssatz besteht zum einen aus den hydraulischen Komponenten
(Schere, Spreizer, Rettungszylinder, Türöffner) und den druckluftbetriebenen
Hebekissen.
Tragbare Leitern
Das Auto besitzt zwei tragbare Leitern: 3-teilige Schiebeleiter (12m
Rettungshöhe) und 4-teilige Steckleiter (8,4m Rettungshöhe)
Bei dem LF 16-TS handelt es sich ebenfalls um ein so genanntes
Löschgruppenfahrzeug. Kabine und Fahrgestell stammen hier von Iveco. Der Aufbau
wurde von der Firma Lentner gefertigt und aufgebaut. Das LF 16-TS weist wie das
LF 16/12 eine Wassernennförderleistung von 1600 l/min bei 8 bar Ausgangsdruck
auf. Anders als im LF 16/12 ist die Pumpe jedoch an der Fahrzeugfront verbaut.
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- Fahrgestell: Iveco
90-16 - Motor und Antrieb: 118
KW (160 PS), - Besatzung: 1/8 - Tragkraftspritze |
Im Heck befindet sich kein Wassertank, sondern eine Tragkraftspritze. Daher
rührt die Bezeichnung „TS". Die Tragkraftspritze ist im Gegensatz zu den am oder
im Fahrzeug verbauten Pumpen transportabel. Sie kommt oft in unwegsamem Gelände
zum Einsatz, wo Wasserquellen nicht direkt mit dem Fahrzeug angefahren werden
können und/oder lange Strecken und Steigungen von der Wasserquelle bis zum
Brandherd überwunden werden müssen. Damit kann beispielsweise aus einem im Wald
befindlichen See Wasser angesaugt und über eine weite Strecke gefördert werden.
Die moderne TS vom Typ Iveco Magirus Tragkraftspritze Fire TS 10-1000 wurde 2008
nachgerüstet und liefert über 1700 L/min bei 8 bar im Normalbetrieb. Im
Saugbetrieb aus einer Tiefe von 7,5m schafft die Pumpe immer noch beachtliche
1200 L/min bei 8 bar. Angetrieben wird die Pumpe von einem 74 PS starkem
Benzinmotor.
Des Weiteren gehören u.a. folgende Gegenstände zur Beladung:
Schaumrohre, Schaumkanister und -zumischer
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| Schläuche im LF 16-TS |
A-Saugschläuche
30 B-Schläuche a 20m
Tragbare Leitern
4 Pressluftatmer
First Responder Ausstattung
Diese umfasst einen Notfallkoffer, medizinischen Sauerstoff, eine
Babynotfalltasche, einen AED (Autonomen Externen Defibrilator) sowie Geräte zur
Stabilisierung der Wirbelsäule (Stiff Neck, KED-System).
Das LF 16/TS ist auf Grund seiner hohen Anzahl von B-Schläuchen und der
zusätzlichen tragbaren Pumpe besonders für die Wasserversorgung über lange
Wegestrecken geeignet. Es ist aber durchaus auch in der Lage, Wohnungsbrände zu
bekämpfen. Klarer Nachteil ist allerdings der fehlende Wassertank, der die
Einsatzkräfte unmittelbar mit Wasser versorgt, bis die Löschwasserversorgung von
einer externen Quelle aufgebaut ist. In Lichtendorf und Sölderholz hat dieses
Fahrzeug auf Grund der ländlichen Beschaffenheit und der Vielzahl von
abgelegenen Bauernhöfen und Waldstücken jedoch seine Existenzberichtigung.
Weiter wird dieses Fahrzeug zur Ausbildung der Jugendfeuerwehr verwendet und von
den First Respondern als Einsatzfahrzeug verwendet. Die Löschfahrzeuge des Typs
LF 16/TS sind wie in Lichtendorf hauptsächlich durch den BUND beschaffte
Fahrzeuge. Diese waren dem Katastrophenschutz angegliedert. Nach der
Neuorganisation des Katastrophenschutzes Mitte der 1990er Jahre wurden die
Fahrzeuge meistens für symbolische Beträge oder kostenlos an die Städte und
Kommunen abgegeben. Anders in Lichtendorf: das Fahrzeug ist weiterhin im Besitz
des BUND und wird von diesem unterhalten. Das Lichtendorfer LF 16/TS befindet
sich von Beginn an, also seit 1989, im Fuhrpark des Löschzuges.