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Rauchmelder retten Leben oder: 5 Atemzüge bis zum Tod!
Obwohl dies allen Menschen bewusst ist, scheitert es doch meist an der eigenen
Bequemlichkeit Rauchmelder zu erwerben und anzubringen. Anschaffungskosten im
Bereich von ca. 10€ pro Stück und 10 Minuten Zeit 2 Schrauben oder
doppelseitiges Klebeband anzubringen sind keine Dinge der Unmöglichkeit.
In Deutschland sind nur ca. 7 Prozent aller Privathaushalte mit lebensrettenden
Rauchmeldern ausgestattet. Damit belegt die Bundesrepublik einen der letzten
Plätze dieser Statistik der entwickelten Länder. Vorbild, auch auf Grund
gesetzlicher Bestimmungen, sind die USA, Groß Britannien und Schweden. Hier sind
in Privathaushalten zu 70 bis 95 Prozent Rauchmelder vorhanden.

Die erschreckenden Zahlen und Fakten:
- Der Wohnungsbrand ist das häufigste Brandereignis, noch vor
Pkw-Bränden oder sonstigen Kleinfeuern
- ca. 11.500 Wohnungsbrände allein in NRW pro Jahr
Das sind 27% der wahrgenommenen Brandeinsätze
- 60.000 Brandverletzte in Deutschland pro Jahr
Darunter 6.000 bis 10.000 Schwerstverletzte
- 600 bis 800 Brandtote pro Jahr in der Bundesrepublik
Umgerechnet auf die Dortmunder Bevölkerung sind dies
3-4 Menschen pro Jahr
- 480 Mio. Euro Sachschaden in der Hausratversicherung (Stand
2004)
- 700 Mio. Euro Sachschaden in der Wohngebäudeversicherung
(Stand 2004)
(Zahlenquelle: Bundesamt für Statistik)
Diese erschreckende Schadensbilanz könnte weitaus geringer ausfallen.
Eigeninitiative oder gesetzliche Vorgaben werden hier gefordert. In einigen
Bundesländern gibt es bereits die Rauchmelderpflicht, so dass der richtige Weg
aus gesetzlicher Betrachtungsweise als eingeschlagen gilt. Für das eigene
Bewusstsein ist jedoch noch ein jeder selbst verantwortlich.
5 Atemzüge bis zum Tod
Brandtote sind Rauchtote. Die wenigsten Menschen die bei einem Wohnungsbrand ums
Leben kommen, werden Opfer der Flammen. Viel mehr sind sie bereits zuvor Opfer
der giftigen Rauchgase geworden. Denn schon 5 Atemzüge in dichtem Qualm können
zur Bewusstlosigkeit führen und somit Fluchtunfähig machen. Weitere 5 Atemzüge
später kann die Konzentration der giftigen Gase im Körper so hoch sein, dass ein
Mensch verstirbt. Vornehmlich Kunststoffe sind es, die die giftigen Gase bei
einer Verbrennung freisetzen. Da Kunststoffe heutzutage in fast allen
Materialien und Gegenständen des täglichen Gebrauchs vorhanden sind, sollte
dieses Gefahrenpotential nicht unterschätzt werden.

Nachts schläft der Geruchssinn
Im Schlaf ist der Geruchssinn inaktiv. Dem Mensch ist somit nachts ein wichtiger
Sinn genommen, die Brandgefahr zu erkennen, zu handeln und die Flucht zu
ergreifen. Damit ist zu erklären, dass zwar nur 35% aller Wohnungsbrände in der
Nacht ausbrechen, jedoch dabei 70% aller Brandtoten zu verzeichnen sind. So kann
es sogar sein, dass der Mensch im Schlaf bereits die giftigen Gase einatmet und
bewusstlos wird, bevor er überhaupt ein Feuer bemerkt und realisiert, dass er
sich in akuter Lebensgefahr befindet.
Rauchmelder ersetzen den Geruchssinn bei Nacht und wachen rund um die Uhr. Es
gibt viele unterschiedliche Funktionsweisen von Meldern, eines haben sie jedoch
alle gemein. Sie erkennen den Brandrauch frühzeitig und lösen akustischen Alarm
aus. Dabei ist der Alarmton so durchdringend, dass schlafende Menschen
zweifelsohne geweckt werden.
Selbst hörgeschädigte oder gar taube Menschen müssen nicht auf diesen Schutz
verzichten. Für sie gibt es speziell entwickelte Rauchmelder, die neben einem
Alarmton zusätzlich über eine sehr helle Blitzleuchte und ein Vibrationskissen
verfügen, welches mit ins Bett genommen werden kann.
Brandopfer berichten häufig von drei Dingen:
„Persönliche Gegenstände mit sentimentalem Wert – unwiederbringlich zerstört!“
„Das Gefühl von Sicherheit – für immer verloren!“
„Trotz besseren Wissen das eigene Leben gefährdet – aus Bequemlichkeit!“
So weit muss es nicht kommen. Der gute Vorsatz beim nächsten Einkauf einen
Rauchmelder zu erwerben reicht jedoch nicht aus. Handeln Sie!
Ihre Feuerwehr steht ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Die Berufsfeuerwehr
und auch die Freiwillige Feuerwehr Lichtendorf sind jeder Zeit Ansprechpartner
und beraten sie gerne. Trauen Sie sich und sprechen Sie uns an!
Artikel von Jan Gellusch